Glossar

Die hier vorgestellten philologischen Begriffe geben den aktuellen Stand der projektspezifischen Terminologie von Beethovens Werkstatt wieder.

0 von 0 Begriffen

Ähnlichkeit

Modul 2

Verwandtschaftsbeziehungen zwischen zwei oder mehreren Objekten.

Die Kernaussage eines Monitums.

Systematische Kategorisierung der verschiedenen Arten von Revisionen und Korrekturen.

Übertragung des Quellentextes an Ort und Stelle mit bedeutungsklärenden Erläuterungen.

Augenvariante

Modul 3

Graphisch bzw. orthographisch alternative Notierungsformen.

Der materielle Träger des Ausgangstextes.

Ausgangstext

Modul 3

Repräsentiert einen Textzustand ante revisionem.

Bearbeitung

Modul 2

Jede Art von kreativer Veränderung eines vorliegenden Notentextes.

Umschrift als störungsfreier Notentext.

Prozess des Schreibens.

Cue staff

Modul 1

Notensystem, das vornehmlich für Nebenskizzen benutzt wird.

Deixis

Modul 3

Befund und Deutung werden durch bloßes Zeigen miteinander verknüpft.

Differenz

Modul 3

Keinerlei textuelle Übereinstimmung.

Zusammenfügung der Begriffe „digital“ und „Musikedition“.

Remediatisierung.

Zeichengetreue Übertragung ohne interpretative Deutung.

Identifikation von Differenzen zwischen Auflagen.

Einfügung

Modul 2

Hinzufügung neuer Textelemente zum vorhandenen Notentext.

Ersetzung

Modul 2

Bezweckt den Austausch eines bereits vorhandenen Textsegments.

Fassung

Modul 3

Textgestalt, die sich von anderen unterscheidet.

Nimmt Funktionsbestimmungen vor.

Erforschung kompositorischer Arbeits- und Denkprozesse.

Implement

Modul 3

Sachlich richtige Umsetzung eines Änderungsimperativs.

Intervention

Modul 1

Veränderungsmaßnahme innerhalb eines bereits vorliegenden Textes.

Invarianz

Modul 1

Beibehaltung bzw. die unveränderte Übernahme von Textelementen.

Klavierauszug

Modul 2

Bearbeitung eines orchesterbegleiteten Vokalwerks für Klavier.

Kohärenz

Modul 1

Inhaltliche oder formale Beziehung zwischen zwei oder mehreren Varianten.

Kontextzitat

Modul 3

Zeigt eine unmittelbare Textumgebung an.

Kontextzwang

Modul 3

Textentwicklung unterliegt vorliegenden Kontext.

Korrektur

Modul 1

Beseitigung eines Textfehlers.

Leitstimme

Modul 1

„Handlungsfaden“ der Komposition

Lesart

Modul 2

Bedeutungstragende Zeichensequenz eines begrenzten Textsegments.

Marginalie

Modul 3

Am Rand platzierte kurze Anmerkung.

Metatext

Modul 1

Schreibspur, ohne selbst bedeutungstragender Notentext zu sein.

Zeitlicher Verlauf von kleinen Arbeitsschritten.

Monitum

Modul 3

Hinweis auf fehlerhafte oder revisionsbedürftige Lesart.

Fixierung des eigentlichen Tonsatzessowie ergänzender Zusätze.

Progression

Modul 1

Fortschreibung eines vorhandenen Textes.

Rastrierung

Modul 4

Die auf Papier gezogenen Notenlinien.

Rasur

Modul 1

Entfernen eines Textsegments durch mechanisches Abtragen.

Redaktion

Modul 1

Perfektionierung eines abgeschlossenen Textes.

Herstellung des ursprünglichen Zustandes.

Revision

Modul 1

„Wiederlesen“ eines temporär bereits validen Textes.

Materieller Träger eines Revisionstextes.

Kritische Durchsicht eines Werktextes.

Revisionstext

Modul 3

Ansammlung voneinander isolierter Änderungswünsche.

Satzkern

Modul 3

Zwischen verschiedenen Fassungen bestehende invariante Strukturen.

Scharnier

Modul 1

Übergangsstelle zwischen einer Variante und ihrem Kontext.

Schnittkanten

Modul 4

Äußere Blattkanten eines Skizzenbuches.

Schreibmittel

Modul 1

Arbeitsgeräte, die graphische Zeichen auf einem Textträger fixieren.

Nutzung verschiedener Schreibmittel.

Einzelner Handlungsschritt, der sich als Text materialisiert.

Schreibraum

Modul 1

Mit einem Blick erfassbare Schreib- und Lesefläche.

Skripturale Elemente eines Schreibvorgangs und darin dokumentierter Inhalt.

Seitenfaltungen

Modul 4

Materielle Spuren kompositorischer Prozesse.

Skriptur

Modul 1

Graphisch-bildhafte Erscheinungsform eines Dokuments.

Stichlöcher

Modul 4

Beim Binden von Papier entstehende Löcher.

Streichung

Modul 1

Löschung eines begrenzten Textteils.

Substitution

Modul 3

Verändernder Eingriff in vorliegenden Text.

Einbettung eines Notationselements in gegebenen Notentext.

Ortsbezeichnung innerhalb einer Partitur.

Sinn- und bedeutungstragendes Zeichengefüge musikalischer Symbole.

Textnarbe

Modul 1

Graphisch auffällige Zone für den Erkenntnisgewinn von Schaffensprozessen.

Textoperation

Modul 3

Einzelner Arbeitsschritt, der einen bereits bestehenden Text verändert.

Textsicherung

Modul 1

Skriptuale Massnahme zur Bedeutungsklärung einer Textstelle.

Textstufe

Modul 1

Ermitteltes (Zwischen-)Stadium eines Textes innerhalb seiner Genese.

Textualisierung

Modul 1

Dynamischer Prozess der kompositorischen Erarbeitung eines Textes.

Textwegweiser

Modul 1

Zusammenhänge in Notentexten sichernde Verweiszeichen.

Textzustand

Modul 1

Summe aller Schreibschichten eines betrachteten Textsegments.

Tilgung

Modul 2

Erklärung eines bereits ausnotierten Textsegments für ungültig.

Tintenabklatsch

Modul 4

Rückstand von Tinte von einer anderen Seite.

Methodisch gelenkte Überführung eines Textes bzgl. der Schriftgestalt.

Zeichengetreue Nachzeichnung eines Text(teils).

Um-Schreibung

Modul 1

Umwandlung eines vorhandenen Textteils in eine andere Version.

Umstellung

Modul 2

Verpflanzung eines Partitursegments an andere Stelle.

Variante

Modul 1

Alternativfassung zu einem bereits bestehenden Textsegment.

Im Notentext hinzugefügte Verbalkommentare.

Wasserzeichen

Modul 4

Markantes durch Papier scheinendes Zeichen bei Lichteinfall.

Werktext

Modul 3

Abgeschlossene, von Komponist:in freigegebene Komposition.

Zieldokument

Modul 3

Autorisierte Textfassung nach einer Revision.

Zieltext

Modul 3

Repräsentation eines Textzustandes nach Revision.